Ob Suppentopf, Frühstücksbrei oder Nachmittagskaffee – Hildegard von Bingen hätte bei all dem ihre 3 Lieblingsgewürze mit dabei gehabt: Galgant, Bertram und Quendel. In der Hildegard-Küche gelten sie als echte Allrounder und gehören am besten täglich auf den Teller. Warum? Weil sie einfach zu kombinieren, geschmacklich spannend und wunderbar vielseitig einsetzbar sind – ganz ohne komplizierte Rezepturen.
Hildegard von Bingen war überzeugt: Die richtige Ernährung ist der Schlüssel zu einem harmonischen Leben. Und auch wenn ihre Lehren aus dem Mittelalter stammen – ihre Empfehlungen für den Alltag wirken heute moderner denn je. Besonders spannend sind dabei die sogenannten Universalgewürze, die laut Hildegard täglich in der Küche Platz finden sollten:
➡️ Galgant,
➡️ Bertram und
➡️ Quendel.
Diese drei Gewürze stehen sinnbildlich für eine einfache, bewusste und gleichzeitig genussvolle Küche. Sie lassen sich in fast jedes Gericht integrieren, sind unkompliziert in der Anwendung und bringen eine geschmackliche Tiefe, die du mit Standardgewürzen oft vergeblich suchst.
In diesem Beitrag lernst du die kulinarische Vielfalt dieser drei Klassiker kennen – und bekommst direkt Links zu ausführlicheren Beiträgen und Rezeptideen.
Galgant – Die milde Schärfe mit Charakter
Galgant ist das wohl bekannteste Gewürz aus der Hildegard-Küche – und das völlig zu Recht. Für Hildegard von Bingen war er das „Gewürz des Lebens“, ein täglicher Begleiter in der Ernährung. Sein Geschmack? Angenehm scharf, leicht zitronig und deutlich aromatischer als klassischer Pfeffer.

Gerade wer Pfeffer oder Paprikapulver als zu scharf oder eindimensional empfindet, findet im Galgant eine harmonischere Alternative. Er bringt Würze, ohne zu dominieren – und macht sich in vielen Küchenrichtungen hervorragend.
In der Küche ein echtes Allroundtalent:
- Ideal für Currys, Suppen, Risottos und Eintöpfe,
- perfekt zu Fleisch oder Fisch,
- überraschend gut in Getränken wie Tee oder Kaffee,
- auch in süßem Gebäck wie den klassischen Dinkel-Galgant-Plätzchen einsetzbar.
💡 Tipp aus der Klostertradition: 1–3 Messerspitzen täglich reichen – einfach direkt mitkochen oder über die Speisen streuen. Wer möchte, kann auch eine Prise pur auf der Zunge zergehen lassen.
Bertram – Der unterschätzte Alleskönner
Bertram war für Hildegard von Bingen ein echtes Alltagsgewürz. Sie empfahl, ihn regelmäßig in Speisen zu verwenden – nicht nur wegen seines feinen Geschmacks, sondern auch wegen seiner Bedeutung in ihrer Lehre. Seine mild-bittere Würze verleiht Gerichten Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen – ideal für den täglichen Einsatz in der Küche.

In der Küche ist Bertram:
- unverzichtbar in Suppen, Saucen und Eintöpfen,
- spannend in Aufstrichen, Gebäck und Flammkuchen,
- ein geschmacklicher Akzent in Getränken wie Tee oder warmer Milch,
- perfekt geeignet, um alltägliche Speisen geschmacklich zu veredeln.
Anders als viele intensive Gewürze harmoniert Bertram mit süßen und herzhaften Gerichten gleichermaßen – ein echter Allrounder eben.
💡 Hildegards Empfehlung lautete: Bertram täglich verwenden, ruhig mehrfach. Am besten einfach beim Kochen mit einstreuen – so ist er immer dabei.
Quendel – Der wilde Thymian
Quendel, auch bekannt als wilder Thymian, war für Hildegard von Bingen ein geschätztes Küchengewürz. Sie empfahl, das Kraut regelmäßig mitzukochen, da es sein Aroma besonders gut in warmen Speisen entfaltet.

Sein milder, fein-würziger Geschmack macht Quendel zu einem vielseitigen Begleiter für den Küchenalltag – ganz gleich, ob deftig oder leicht.
In der Küche ist Quendel:
- eine ideale Ergänzung zu Gemüse- und Kartoffelgerichten,
- hervorragend in Suppen, Pfannengerichten und Aufläufen,
- dezent und spannend in Salaten,
- und eine feine Zutat in Keksen, Dinkelbrot oder Quendelgebäck.
💡 Tipp für den Alltag: Einfach eine kleine Menge Quendelpulver mitkochen – es fügt sich harmonisch ein und rundet viele Gerichte angenehm ab.